Ein Presseservice des Deutschen Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte e. V. Postfach 1427 * 24539 Neumünster
„Die Philosophie des Genusses“ – klingt super trendy, ist aber auch schon sehr alt: Bereits der Philosoph Epikur, er lebte rund 300 Jahre vor Christi
Geburt, wusste um die schönen Seiten des Lebens. Der Grieche gilt als Begründer der Philosophie des Genusses. Seine Lehren haben auch heute nichts an Aktualität verloren. Um allerdings genuss- und lustvoll das Leben auskosten zu können, sind unsere Sinne bedeutend. Mit einem „Tag der Sinne“ machen HNO-Ärzte im April auf diese besondere Bedeutung der Sinne aufmerksam.
„Alle Sinne tragen entscheidend zum Wohlfühlen bei“, erklärt HNO-Arzt Dr. Dirk Heinrich vom Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. „Ohne im Gleichgewicht zu sein kann sich der Mensch nicht bewegen, ohne zu Riechen keinen Genuss beim Trinken und Essen empfinden und ohne Hören nicht sprechen.“ Die HNO-Medizin misst auch dem Gleichgewichtssinn eine zentrale Bedeutung zu. „Der Schwindel ist ein Hauptgebiet der HNO-Ärzte“, so Dr. Heinrich.
Die HNO-Medizin versteht sich deshalb als „Heilkunde der Sinne“, die die Funktionsweise „ihrer“ vier Sinne schützt oder wiederherstellt: Geruch, Geschmack, Gehör und Gleichgewicht. Erstmals plant der Berufsverband der HNO-Ärzte eine Mitmach-Aktion, die auf die Bedeutung der Vorsorge zielt: Der „Tag der Sinne“ am 12. April in Hamburg, richtet sich an eine breite Öffentlichkeit, und will den Blick für die Gesunderhaltung der Sinnesorgane schärfen.
Eine „HNO-Praxis zum Anfassen“ wird Einblicke in den Ärzte-Alltag geben, die Sinne Riechen und Schmecken, Hören und Gleichgewicht stehen im Mittelpunkt der Aktionen und Events wie Bullriding oder einer „Straße der Düfte“.
„In der HNO-Medizin hängt alles zusammen: Deswegen untersuchen die Fachärzte bei entsprechenden Symptomen alles“, so Dr. Dirk Heinrich. „Bei Geruchsverlust schauen wir auch ins Ohr, oder bei Ohrenschmerzen auch in die Nase, damit wir alle Zusammenhänge erkennen.“
Viele Menschen leben zwangsweise in Askese: Wenn beispielsweise ihre Riechrezeptoren ausfallen, werden angenehme Gerüche als störend empfunden – „Kakosmie“ heißt diese Krankheit, die vermehrt nach Infekten und Virusinfektionen auftritt, im Fachterminus. Auslöser können auch Krebserkrankungen sein. Die meisten Symptome seien aber gut behandelbar, nur müssten sie rechtzeitig erkannt werden, betont Dr. Heinrich.
Schon ein banaler Schnupfen kann bereits Geruch und Geschmacksfähigkeit außer Kraft setzen. Allerdings: „Der Geschmack selbst gibt ohnehin nicht viel her: Wir schmecken nur sauer, süß, salzig und bitter. Das meiste funktioniert über das Riechen.“ Auch bei Gleichgewichtsstörungen sind die HNO-Ärzte gefragt, denn das betreffende Organ sitzt im Innenohr. „Die Faustregel heißt: Bei Beschwerden rechtzeitig zum HNO-Arzt“, betont Dr. Dirk Heinrich und rät zu Prävention, denn zur Lebensfreude gehört auch die Genussfähigkeit:
- Nicht Rauchen und sich von Lösungsmitteln sowie Giften fern halten! Diese zerstören dauerhaft den Geruchssinn! – Auch bei einer Pollenallergie den HNO-Arzt aufsuchen, denn Allergien können zu Geruchsverlust führen. – Bei Schwindel unbedingt ärztlichen Rat einholen, die Ursachen können in einer Ohrenerkrankung liegen. – Um den Gleichgewichtssinn zu stärken rät Dr. Dirk Heinrich: „Training ist die oberste Prämisse, auch für Erwachsene: Regelmäßiges Balancieren oder auf einem Bein stehen, fördert das Gleichgewicht.“
Erster „Tag der Sinne“ am 12. April 2008, 10.00 bis 18.00 Uhr im Ärztehaus Hamburg (Humboldtstraße 56, 22083 Hamburg). Weitere Informationen im Internet unter: www.hno-netz-hamburg.de.